Fallbeispiel >>> Kessy

Patient: "Kessy"Kessy   |   Rasse: Collie   |   Geboren: 02.11.2005

Diagnose: hochgradige Hüftgelenksdysplasie (im Dezember 2009)

Krankheitsbild

Kessy hat eine schwere Hüftgelenksdysplasie beidseits. Um die Schmerzen im Januar 2010 zu lindern, wurde eine linksseitige Totalendoprothese (TEP) der Hüfte vorgenommen, diese am folge Tag leider ausgebrochen ist und eine erneute Operation notwendig war. Dabei wurde der Ischias-Nerv verletzt, was eine Lähmung des linken Hinterlaufs zur Folge hatte. Seit dem lebte Sie mit einem Rollstuhl, weil keine Besserung abzusehen war. Die Besitzer entschieden so, da Kessy bis heute Ihren Lebenswillen und Ihre Freude am Leben nicht verloren hat. Erst in einem Aufenthalt in einer Hundepension fing Sie wieder an zu laufen. Um das Gangbild bzw. auch das Überköten der Pfote und die Überbelastung der anderen Seite zu verbessern, wurde Kessy mir erstmals im Oktober 2010 in der Tierarztpraxis vorgestellt. Dort wurde dann festgestellt, dass die Reflexe nicht vorhanden waren und das Sprunggelenk eine enorme Instabilität aufwies, welche Sie im 1.Video sehen können.
So wurde Sie 2 mal am Sprunggelenk operiert, was leider keinen Erfolg brachte. Zu dem kamen noch enorme Wundheilungsstörungen dazu die sich über Monate lang hinzogen, was natürlich die Arbeit im Unterwasserlaufband nicht zu ließ und wir anderweitig nach Möglichkeiten suchen mussten. Leider war die Überbelastung der anderen Seite und auch die atrophierte Muskulatur deutlich zu sehen. Für die Nerven bekam Sie zusätzlich ein Vitamin-B Präparat. Im 2.Video sieht man schon eine deutlichere Besserung des Gangbildes. Das Sprunggelenk selber wurde in dieser Zeit bis zur erneuten Operation mit einer speziellen Bandage stabilisiert. Kessy wurde dann erneut am Sprunggelenk im April und Juni 2011 operiert, wo ein Bandersatz endlich zu einer Stabilität führte. Desweiteren um die Schmerzen zu lindern, wurde im Juli 20111 eine Denervation (Nervenschnitt) an beiden Hüftgelenken vorgenommen. Den Erfolg dieser Operationen können Sie sich im 3.Video angucken. Dort kann man noch sehen das sie ab und zu wegknickt, was aber sofort von ihr selber wieder korrigiert wird und nicht auf Sprunggelenk zurück zu führen ist. Seit der letzten Operation sind leider wieder Wundheilungsstörungen aufgetreten, diese jetzt mit einer speziellen Salbe und begleitend mit dem Interferenzstrom von mir behandelt werden. Sie wird jetzt 2 mal in der Woche durch eine kombinierte Therapie aus Krankengymnastik, Interferenzstromtherapie, Akupunktur, Massage, Mobilisation, Reflextherapie und Anabolika-Spritzen zum Muskelaufbau behandelt. Die Besitzer trainieren täglich mit dem Biko Expander, der das physiologische Gangbild und den Muskelaufbau verbessern soll. Zum momentanen Zeitpunkt ist der Rücken noch sehr schmerzhaft, dieser sich aber von mal zu mal sehr verbessert. Durch den Einsatz dieser ergänzenden Behandlungsmethoden ist Kessy heute fast schmerzfrei und hat neue Lebensfreude gewonnen. Aufgrund der früheren Fehlbelastungen bzw. auch Überbelastung und der dauerhaften Schmerzen, wird Kessy immer wieder physiotherapeutische Behandlungen in Ihrem Hundeleben benötigen.

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